Der Mercedes Sprinter im Abgasskandal

Auch der Mercedes Sprinter ist in den Abgasskandal bei Daimler verwickelt.

Im Oktober 2019 wurde bekannt: 260.000 Sprinter mit der Abgasnorm Euro 5 sind weltweit von einem Rückruf betroffen - in Deutschland sind es über 100.000 Fahrzeuge!

Zudem gehört das Modell zu den 700.000 Euro-6-Diesel Fahrzeugen, die europaweit seit 2018 verpflichtend zurückgerufen werden mussten.

Der Sprinter gehört somit zu den Modellen, die am umfangreichsten von Rückrufen betroffen sind. Das heißt aber auch: Hunderttausende Käufer dieser Transporter sind von der Daimler AG vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt worden. Wenn sie gewusst hätten, dass im Fahrzeug eine unzulässige Abschalteinrichtung enthalten ist, hätten sie es wohl kaum gekauft. Gerichte urteilen deshalb regelmäßig, dass derart betroffene Autofahrer ein Recht darauf haben, den Kaufvertrag rückabwickeln zu lassen und Schadensersatz zu bekommen.

Die so möglichen Rückzahlungen sind in aller Regel klar höher als die Preise, die auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch zu erzielen wären. Denn Diesel haben im Zuge des Abgasskandals und der Diesel Fahrverbote einen erheblichen Wertverlust erlitten.

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Der Mercedes Sprinter im Abgasskandal

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Transporter betroffen – Schadensersatz auch für Unternehmer

Bei dem Mercedes Sprinter handelt es sich um einen Transporter, der besonders bei Handwerkern, Speditionen und ähnlichen Unternehmen beliebt ist. Diese leiden ebenso wie betroffene Verbraucher unter den negativen Folgen des Dieselskandals: Rückrufe, Software-Updates mit unklaren Folgen, drohende Stilllegung, Fahrverbote und Wertverlust. Auch als Unternehmer haben Sie Anspruch auf Schadensersatz, wenn die Daimler AG in ihrem Sprinter eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet hat.

Der Mercedes Sprinter im Abgasskandal

Mercedes Sprinter - Dieselskandal Rückruf in mehreren Fällen

Sie fahren einen Mercedes Sprinter und sind vom Abgasskandal betroffen? Das ist gar nicht so unwahrscheinlich, denn der Transporter war Teil der großen Rückrufaktion, die das Kraftfahrt-Bundesamt für 700.000 Mercedes Diesel europaweit angeordnet hatte. In Deutschland sind von diesem Rückruf über 1.000 Sprinter betroffen. Obwohl Daimler der Rückrufbescheid schon über zwei Jahre zuvor zugestellt wurde, veröffentlichte das KBA die Informationen dazu erst im Februar 2020 in seiner Rückrufdatenbank. Im Zuge des Rückrufs soll ein Software-Update aufgespielt werden, das die illegale Abschaltung, die beim Sprinter nachgewiesen wurde und die die Abgasreinigung reduziert, entfernen soll.

260.000 Sprinter von Rückruf im Mercedes Abgasskandal betroffen

Im Oktober 2019 schließlich traf es den Mercedes Sprinter besonders hart. Das Kraftfahrt-Bundesamt ordnete einen weiteren Pflichtrückruf für den Sprinter an. Nur eine Woche zuvor war bekannt geworden, dass der Verdacht besteht, der Sprinter könnte eine unzulässige Abschalteinrichtung enthalten und dass das KBA ein Anhörungsverfahren eröffnet habe. Dann war schnell klar, weltweit sind 260.000 Fahrzeuge betroffen, die über eine unzulässige Abschalteinrichtung verfügen und deshalb ein Software-Update bekommen sollen. In Deutschland sind dabei alleine über 100.000 Sprinter betroffen. Die Transporter verfügen über den Motor OM651, sind allerdings etwas älter (produziert bis 2016) und erfüllen nur die Abgasnorm Euro 5. In der Rückrufdatenbank des KBA taucht dieser Rückruf auch fast ein Jahr nach Zustellung des Rückrufbescheids an Daimler noch nicht auf. Dies bedeutet in der Regel, dass das KBA die dazu gehörigen Software-Updates noch nicht freigegeben hat. Betroffene Fahrer müssen aber damit rechnen, dass sie in nächster Zeit Post von Daimler bzw. dem KBA bekommen und mit ihrem Sprinter in die Werkstatt fahren müssen. Da es sich um einen Pflichtrückruf handelt, droht bei Nichtbeachtung der Einladung die Zwangsstilllegung.

Aus technischer Sicht raten wir aufgrund der negativen Erfahrung von vielen Mercedes-Kunden vom Mercedes Diesel Software-Update ab. Jedoch kommt es hier darauf an, um welchen Rückruf es sich handelt. Wenn Ihr Sprinter von einem verpflichtenden Rückruf betroffen ist, müssen Sie dem nachkommen. Sonst droht Ihnen die Stilllegung Ihres Sprinters. Wurden Sie jedoch nur zu einer freiwilligen Service-Maßnahme in die Werkstatt gebeten (wie sie für rund drei Millionen Mercedes Diesel europaweit läuft), können Sie diese ablehnen, ohne eine Stilllegung befürchten zu wissen. Lassen Sie sich in jedem Fall rechtlich beraten. HAHN Rechtsanwälte bietet Ihnen eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung an.

Verpflichtende Rückrufe für den Sprinter:

Modell Motor Euronorm Baujahr
Sprinter OM651 Euro 6 2015-2018
Sprinter OM651 Euro 5 2011-2016

Alleine 100.000 Fahrzeuge der Euro 5 Norm sind in Deutschland betroffen.

Mercedes Sprinter Abgasskandal – Schadensersatz fordern

Besitzer von einem Mercedes Sprinter müssen aber nicht auf dem Wertverlust, den sie in Folge von Abgasskandal und Fahrverboten erlitten haben sitzenbleiben. Es gibt Möglichkeiten, dafür zu sorgen, dass Daimler diesen tragen muss. Schließlich hat der Konzern betrogen – warum sollten die Kunden das ausbaden? Wenn Daimler nämlich eine illegale Abschalteinrichtung in Ihrem Mercedes Sprinter eingebaut hat, dann steht Ihnen Schadensersatz zu. Die Gerichte berufen sich dabei in der Regel auf den Paragraphen 826 BGB und werfen Mercedes vor, seine Kunden vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt zu haben. Demnach steht den Kunden Schadensersatz zu. Dieser entspricht normalerweise der Höhe des Kaufpreises, den der Kunde erstattet bekommt. Im Gegenzug geben Sie Ihr Fahrzeug an die Daimler AG zurück. Nach einem Abgasskandal-Urteil des BGH müssen Sie sich eine Nutzungsentschädigung für die bereits mit dem Auto gefahrenen Kilometer anrechnen lassen. Angesichts der Wertverluste, die Diesel im Zuge von Abgasskandal und Fahrverboten erlitten haben, ergibt sich dennoch regelmäßig ein klarer wirtschaftlicher Vorteil gegenüber einem Verkauf.

Der Autokredit Widerruf als Alternative im Sprinter Diesel Skandal

Wenn eine Schadensersatzklage in Ihrem Fall nicht möglich ist, ist noch längst nicht alles verloren. Denn wenn Sie Ihren Mercedes Sprinter finanziert haben, gibt es noch eine weitere Option. Diese ist unter dem Namen Widerrufsjoker bekannt. Um diesen nutzen zu können, müssen jedoch drei Voraussetzungen gegeben sein. Sie müssen den Autokredit zusammen mit dem Autokauf abgeschlossen haben, Sie müssen das Auto als Verbraucher gekauft haben und der Kreditvertrag muss Fehler enthalten (zum Beispiel eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung, fehlende Pflichtangaben oder anderes). Wenn dies zutrifft, beträgt Ihre Widerrufsfrist nicht 14 Tage, wie es eigentlich ist, sondern ist unbegrenzt. Das heißt, Sie können Ihren Vertrag auch heute noch widerrufen. Und da Sie Kauf- und Kreditvertrag zusammen abgeschlossen haben, gelten diese als verbunden. Im Rahmen des Kreditwiderrufs wird der Kaufvertrag rückabgewickelt. So können Sie das Auto an die finanzierende Bank zurückgeben und erhalten Anzahlung und Raten erstattet.

Dr. Petra Brockmann
Dr. Petra Brockmann

Häufige Fragen zum Sprinter im Abgasskandal

Welche Sprinter sind im Mercedes Abgasskandal betroffen?

Über hunderttausend Mercedes Sprinter wurden alleine in Deutschland verpflichtend zurückgerufen und sind demnach nachweislich mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung ausgestattet. Dazu gehören das Euro 5 Modell mit dem Motor OM651 aus den Produktionsjahren 2011 bis 2016, sowie das Euro 6 Modell mit dem Motor OM651 aus den Produktionsjahren 2015 bis 2018.

Kann ich auch als Unternehmer Schadensersatz bekommen?

Natürlich! Auch als Unternehmer hat Sie die Daimler AG geschädigt, wenn Sie Ihnen einen Sprinter mit unzulässiger Abschalteinrichtung verkauft hat. Sie haben dabei die gleichen Rechte wie betroffene Verbraucher und können den Wagen im Zuge einer erfolgreichen Klage gegen Erstattung des Kaufpreises und unter Anrechnung einer Nutzungsentschädigung zurückgeben.

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