Mercedes GLK im Abgasskandal - unzulässige Abschalteinrichtung gefunden

Der Mercedes GLK ist vom Abgasskandal betroffen. Im Juni 2019 gab es einen offiziellen Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt, das eine illegale Abschalteinrichtung im GLK ausgemacht hatte. Auch zuvor war der GLK bereits vom ersten großen Daimler Rückruf betroffen.

Darüber hinaus wurde Mercedes vom Landgericht Stuttgart zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt und zwar bei einem GLK, der NICHT vom verpflichtenden Rückruf betroffen war. Auch ohne Pflichtrückruf haben Sie deshalb die Chance auf Schadensersatz!

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Software-Update für den Mercedes GLK 220 CDI im Abgasskandal

Der Mercedes Abgasskandal zieht immer weitere Kreise. Quasi von Anfang an war auch der GLK vom Abgasskandal betroffen.

So tauchte auch der GLK in der Liste der Modelle auf, die 2018 vom ersten großen Rückruf von Daimler im Abgasskandal betroffen waren. Dabei ging es insgesamt um 700.000 Fahrzeuge, in Deutschland waren alleine 280.000 betroffen. Etwa 10.000 davon waren GLK Diesel. Betroffen waren die beiden Modelle GLK 220 BlueTEC 4MATIC, sowie GLK 250 BlueTEC 4MATIC, jeweils mit dem Motor OM651 und der Abgasnorm Euro 6. Erst im Februar 2020 stellte das KBA die entsprechende Information in seine Rückruf-Datenbank ein. Das legt nahe, dass erst seitdem die Software Updates für den GLK 220 BlueTEC 4MATIC und den GLK 250 BlueTEC 4MATIC zur Verfügung stehen.

Im Sommer 2019 folgte dann der Super GAU für GLK Fahrer. Daimler musste 60.000 GLK in die Werkstätten zurückrufen, weil das Kraftfahrtbundesamt in ihnen eine unzulässige Abschalteinrichtung gefunden hatte, die die Abgaswerte manipuliert. Betroffen sind GLK Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 5 und dem Motor OM 651, die zwischen 2012 und 2015 produziert wurden. Dabei geht es um die Modelle GLK 220 CDI, sowie GLK 220 CDI 4MATIC. Bei der unzulässigen Abschalteinrichtung handelt es sich um eine Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung, die das Aufwärmen des Motors verzögert. Hierdurch werden im Prüfstand die Stickoxidgrenzwerte eingehalten, während sie auf der Straße um ein Vielfaches überschritten werden. Daimler selbst behauptet weiterhin, nichts Illegales getan zu haben, doch die Ermittlungen des Kraftfahrt-Bundesamtes gehen weiter. Der nun beanstandete Motor wurde auch in zahlreichen anderen Modellen verbaut, darunter der C- und E-Klasse. Daher könnten in Zukunft noch weitere Rückrufe im Mercedes Dieselskandal drohen. Daimler selbst scheint damit zu rechnen und bereitet seine Kunden bereits darauf vor, dass der Mercedes Abgasskandal noch längst nicht ausgestanden ist.

Die entsprechenden Informationen sind seit Sommer 2019, bzw Januar 2020 in der Rückruf-Datenbank des KBA zu finden.

Viele GLK Fahrer müssen also nun damit rechnen, von Daimler angeschrieben zu werden. Wenn das verpflichtende Software-Update zur Verfügung steht, müssen sie ihr Fahrzeug in die Werkstatt bringen, um dieses aufspielen zu lassen.

Verpflichtender Rückruf für den GLK? Dann müssen Sie handeln!

Wenn Sie Post von Mercedes bzw. vom KBA bekommen haben und Ihren GLK in die Werkstatt bringen sollen, dann müssen Sie reagieren. Denn wer eine verpflichtende Rückrufaktion ignoriert, der muss damit rechnen, dass sein GLK stillgelegt wird. Eine freiwillige Servicemaßnahme kann man ablehnen, doch dem offiziellen Rückruf muss man nachkommen. Aus technischer Sicht raten wir (sofern es sich um die freiwillige Maßnahme handelt), das Software-Update, das bei dem Rückruf aufgespielt werden soll, abzulehnen. Denn es häufen sich Berichte von enttäuschten Mercedesfahrern, die nach dem Update einen erhöhten Sprit- und AdBlue-Verbrauch bemerkt haben, sowie ungewöhnliche Motorengeräusche. Auch beim GLK können diese negativen Folgen daher nicht ausgeschlossen werden.

Ansprüche auf Schadensersatz können sich dennoch ergeben. So verurteilte das Landgericht Stuttgart Mercedes bereits zur Zahlung von Schadensersatz, obwohl der betroffene GLK bis dato nicht von einem Pflichtrückruf betroffen war! Es reicht also, wenn das Fahrzeug zur Teilnahme an der freiwilligen Servicemaßnahme eingeladen wurde. Dies ist für Gerichte bereits ein Zeichen, dass das Fahrzeug über eine unzulässige Abschalteinrichtung verfügt. Demnach steht auch Käufern von diesen Fahrzeugen Schadenserstaz zu.

Der GLK auch von Fahrverboten betroffen?

Die vom Pflichtrückruf betroffenen GLK 220 CDI und GLK 2220 CDI 4MATIC verfügen über die Abgasnorm Euro 5 – das bedeutet, auch der GLK ist von Fahrverboten betroffen. Fahrverbote für Euro 5 Diesel gibt es bereits in Hamburg und Darmstadt, in Stuttgart und in Berlin. Und in etlichen weiteren Städten laufen noch Verfahren zu Fahrverboten – man muss also damit rechnen, seinen GLK in Zukunft in vielen deutschen Großstädten nicht mehr fahren zu dürfen.

GLK Dieselupdate im Abgasskandal

Wenn Sie vom Pflicht-Rückruf betroffen sind, dann werden Sie aufgefordert das Dieselupdate aufzuspielen. Im Anschluss erhalten Sie von Mercedes eine Bescheinigung zur Allgemeinen Betriebserlaubnis  (ABE). Diese ABE müssen Sie beim Führen Ihres Fahrzeugs mitführen.
Sollten Sie das Dieselupdate nicht aufspielen, dann droht Ihnen die Stilllegung Ihres Autos durch die KFZ-Zulassungsstelle. Mehr zum Diesel-Software-Update.

Illegale Abschalteinrichtung im GLK – Schadensersatz für Autofahrer

Wenn Ihr Fahrzeug über eine illegale Abschaltvorrichtung verfügt, wie nun auch der GLK, dann können Sie Mercedes auf Schadensersatz verklagen. Denn der Hersteller hat Sie in diesem Fall sittenwidrig und vorsätzlich geschädigt, wie es im Paragraphen 826 BGB zu lesen ist. Dieser wird regelmäßig von Gerichten genannt, wenn sie Verbrauchern Schadensersatz zusprechen. Dabei ist es unerheblich, ob Ihr Fahrzeug Teil des verpflichtenden Rückrufs ist oder nur zu den 3 Millionen Mercedes Dieseln gehört, die aufgrund einer freiwilligen Maßnahme in die Werkstatt gebeten werden - Sie haben die Chance auf Schadensersatz!

Bei einer erfolgreichen Schadensersatzklage geben Sie Ihren GLK an Mercedes zurück und erhalten im Gegenzug den Kaufpreis erstattet. Eventuell bekommen Sie sogar Zinsen zugesprochen. Einige Gerichte sprechen dem Hersteller eine Nutzungsentschädigung zu, doch diese ist unter Juristen umstritten. Sie sehen darin eine unbillige Entlastung von Mercedes, das seine Kunden schließlich jahrelang getäuscht hat. Denn diese Entschädigung ist dafür da, den Wertverlust, den das Auto durch die Nutzung erlitten hat für den Hersteller abzumildern bzw. auszugleichen. Aber selbst bei Abzug einer Nutzungsentschädigung können Sie damit rechnen, dass Ihre Rückzahlung höher ausfallen wird, als wenn Sie Ihren GLK auf dem Gebrauchtwagenmarkt verkaufen würden. Denn aufgrund des Abgasskandals haben Mercedes Diesel in letzter Zeit erheblich an Wert verloren.

Kredit widerrufen und Mercedes GLK im Abgasskandal zurückgeben

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, sich gegen Mercedes zu wehren. Wenn Sie einen Benziner fahren, oder einen Diesel, der nicht über eine illegale Abschalteinrichtung verfügt, können Sie eventuell den Widerrufsjoker nutzen. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie Ihr Auto als Verbraucher gekauft haben und der Händler Ihnen zusammen mit dem Auto auch einen Kreditvertrag vermittelt hat. 90% dieser Verträge sind fehlerhaft. Das bedeutet, Sie als Verbraucher haben ein ewiges Widerrufsrecht und können den Vertrag auch noch Jahre nach seinem Abschluss widerrufen. Durch den gemeinsamen Abschluss mit dem Kaufvertrag gelten die beiden Verträge als verbunden und werden gemeinsam behandelt. Bei einem erfolgreichen Widerruf des Kreditvertrags wird damit auch der Kaufvertrag rückabgewickelt. Sie geben das Auto an die Bank zurück und erhalten im Gegenzug die Raten und eine eventuell getätigte Anzahlung erstattet. Je nachdem, von wann Ihr Vertrag ist, müssen Sie die zuvor schon beschriebene Nutzungsentschädigung zahlen oder nicht – bei neueren Verträgen haben Sie gute Chancen, diese nicht zahlen zu müssen.

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