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Mercedes Rückruf - die Rückrufaktion im Diesel Abgasskandal

Der Dieselskandal geht mit der Mercedes Rückrufaktion in die nächste Runde.

Das Landgericht Stuttgart hat im Januar 2019 nun auch bei Mercedes Diesel-Fahrzeugen der Euro Abgasnorm 5 illegale Abschalteinrichtungen festgestellt. Das Landgericht Stuttgart setzt rechtlich die Funktionen der Abschalteinrichtungen von Mercedes denen von VW gleich. Trotz vehementen Abstreitens des Konzerns.

Durch das Stuttgarter Urteil entfaltet der Mercedes Rückruf eine neue Tragweite. Schon im August 2018 hat das Kraftfahrt-Bundesamt den Rückruf von 280.000 Fahrzeugen der Premium-Marke angeordnet. Dabei ging es ausschließlich um Diesel-Fahrzeuge der Euro-Abgasnorm 6.

Nun hat das Ergebnis des Prozesses am Landgericht Stuttgart ergeben: Auch Diesel-Fahrzeuge der Euronorm 5 verfügen über illegale Abschalteinrichtungen. Weitere hunderttausend Betroffene müssen mit erheblichen wirtschaftlichen Benachteiligungen und ggf. mit einem Mercedes Rückruf rechnen.

Es drohen:

Gehören Sie dazu? Falls ja, können wir Ihnen helfen. Wenn Sie erfahren möchten, ob Sie betroffen sind und wie Sie die Situation zu Ihrem wirtschaftlichen Vorteil nutzen können, lesen Sie den Artikel.
 

 

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Das Recht auf der Seite der Mercedesfahrer

Bekannt aus folgenden Medien:Die Interessensgemeinschaft zum Mercedes Abgasskandal

Rechtsschutzversicherung vorhanden?
Haben Sie Ihr Fahrzeug finanziert?

Worum geht es bei der Mercedes-Rückrufaktion?

Der aktuelle Mercedes Rückruf ist ein neuer Meilenstein in der Diesel-Affäre. Seitdem im September 2015 aufgedeckt wurde, dass VW vorsätzlich die Abgaswerte von Millionen Dieselfahrzeugen mittels einer eigenen Software manipuliert hat, beschäftigt das Phänomen Abgasmanipulation die Behörden weltweit.

Die in den USA ausgelösten Ermittlungen haben zu langjährigen Haftstrafen von VW-Managern geführt. Seit 2017 ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart nun auch gegen Daimler. Wegen Betrug. Im April 2019 wurde zudem gegen den VW-Vorstand Anklage wegen Betrugs erhoben.

 

Illegale Software: Das Thermofenster bei Dieselfahrzeugen von Daimler

Mercedes folgt VolkswagenDer Angelpunkt der Abgasaffäre bei Daimler ist das sogenannte Thermofenster.

Dabei handelt es sich um eine Abschalteinrichtung der Abgasreinigung. Es wurde festgestellt, dass sich die Reinigung bei bestimmten Außentemperaturen abstellt. Zu großer Zahl waren Modelle betroffen, deren Abgasreinigung auf dem Selective Catalytic Reduction-Verfahren (SCR) basiert. Im Volksmund ist dieses als AdBlue-Verfahren bekannt.

AdBlue ist eine wässrige Harnstofflösung, die in den Abgasstrom des Fahrzeugs injiziert wird. Dadurch wird umweltschädliches Stickoxid (NOx) in Wasserdampf und umweltneutralen Stickstoff verwandelt. Funktioniert die Abgasreinigung, kann die Abgasemission um 90% reduziert werden.

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AdBlue-Injektion bei niedriger Außentemperatur verringert

Die erste Welle des Mercedes-Rückrufs wurde im August 2018 durch das Kraftfahrt-Bundesamt eingeleitet. Es hatte festgestellt, dass die Abgasreinigung bei einer bestimmten Außentemperatur heruntergefahren wurde. Und zwar ab 10 Grad Celsius.

Da die Durchschnittstemperatur in Deutschland allerdings 8,5 Grad beträgt, muss von einer dauerhaften Funktionsunfähigkeit ausgegangen werden.

Gericht stellt fest: Nun auch bei Abgasrückführungssystemen

Dass eine illegale Abschalteinrichtung bei AdBlue-Fahrzeugen installiert ist, war zwar bekannt. Dies wurde von Daimler aber dementiert.
Mit dem Stuttgarter Urteil wurde offenbart, dass auch Dieselfahrzeuge die noch über keinen SCR-Kat, sondern nur ein Abgasrückführungssystem (AGR) verfügen ein Thermofenster aufweisen. Bei dieser Abgasreinigung wird ein Teil der Schadstoffemission mit Frischluft vermengt und in den Brennraum zurückgeführt.

Im Prozess wurde festgestellt, dass die Software bei einer Außentemperatur von 7 Grad Celsius die Abgasreinigungsfunktion um 45% herunterfährt. Daimler hatte argumentiert, dass dies im Sinne der EG-Verordnung 715/2007 zum Motorschutze zulässig sei.
Das Gericht kam der Argumentation des Herstellers nicht nach. Die Abschalteinrichtung ist illegal. Daimler muss die betroffenen Fahrzeuge zurücknehmen und den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung erstatten.

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Welche Motive verfolgt Mercedes im Abgasskandal?

Dieselupdate Rückruf Stilllegung KFZ KralleAls Fahrer eines Mercedes-Diesel sind Sie zu Recht frustriert. Oft genug hat Daimler mit der „saubersten Dieseltechnologie der Welt“ geworben. Und nun werden Fahrverbotszonen für Dieselfahrzeuge aufgrund der hohen Umweltverschmutzung eingeführt. Was waren die Motive des Herstellers? Die Antwort ist so bezeichnend wie enttäuschend: Es ging um Gewinnmaximierung.
Auch zu diesem Urteil kam das Landgericht Stuttgart. Ein anderes Motiv war nicht ersichtlich. Zumal eine technisch-einwandfreie und legale Abgasreinigungslösung technisch möglich ist, nur deutlich teurer gewesen wäre.

 

Wusste der Vorstand davon?

Die Führungsriege der Automobilkonzerne gerät ebenso ins Visier der Fahnder.

Audi-Chef Stadler war monatelang in Untersuchungshaft.

Im Fall von Daimler stellt sich ebenso die Frage, ob der Vorstand von der Abgasmanipulation gewusst hat.

Das Landgericht Stuttgart ist der Ansicht, dass der Vorstand um den Umstand gewusst haben muss.
Er ist zur Organisation und Führung des Unternehmens nach gesetzlichen Bestimmungen verpflichtet. Zudem lässt das Ausmaß der Affäre keinen anderen Schluss zu, als dass entsprechende finanzielle und technische Entscheidungen auf Vorstandsebene getroffen worden sind.

Schließlich sind europaweit Millionen von Fahrzeugen betroffen. Und deren Herstellung und Vertrieb muss von der Vorstandsebene organisiert und abgesegnet werden.
 

Das Software-Update soll die illegale Abschalteinrichtung beseitigen

Da die Abschalteinrichtungen als illegal eingestuft wurden, müssen sie entfernt werden. Daimler kommt dieser Pflicht auf unterschiedlichen Wegen nach. Es soll jeweils eine Umprogrammierung in Form eines Software-Updates aufgespielt werden, die das Thermofenster beseitigt.

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Welche Folgen hat die Mercedes Rückrufaktion für Betroffene

Sie sind Betroffener im Dieselskandal und befürchten unangenehme Folgen?

Leider bringt der Daimler Rückruf einige schwerwiegende Benachteiligungen mit sich.

Verpflichtender oder freiwilliger Rückruf

Ist in Ihrem Fahrzeug eine illegale Abschalteinrichtung verbaut, wird der Mercedes Rückruf auch Sie betreffen.

Für 280.000 deutsche Mercedes-Fahrer hat das Kraftfahrt-Bundesamt einen verpflichtenden Rückruf beschlossen. Insgesamt 3 Millionen Fahrzeuge waren europaweit vom freiwilligen Rückruf betroffen, den Daimler als eine Servicemaßnahme verkauft.

Durch das jüngste Urteil des Landgerichts Stuttgart und die Feststellung weiterer illegaler Abschalteinrichtungen, ist mit zusätzlichen verpflichtenden Rückrufaktionen in naher Zukunft zu rechnen.

Falls Sie darüber noch nicht informiert wurden, wird Daimler dies bald nachholen.

Beeinflussung der Funktionalität des Motors

Wurde die Umrüstung im Zuge des Rückrufs vorgenommen, drohen Funktionalitätseinbußen des Motors.

In einschlägigen Mercedes-Foren häufen sich Beschwerden über lästige Motorengeräusche, niedrigere Laufleistungen, erhöhten Batteriebedarf, zu hohen Sprit- und AdBlue-Verbrauch und Motorschäden.

Das Szenario ist aus dem VW-Skandal bekannt. Ein ähnlicher Ausgang ist bei Mercedes zu erwarten. Schließlich soll die Abschalteinrichtung den Motor schützen. Dieser Motorschutz versiegt nun.

Ob das Update den hohen Emissionsausstoß effektiv korrigieren kann, ist mehr als fraglich.

Wertverlust: Mit oder ohne Nachrüstung

Nach Bekanntwerden der Existenz illegaler Abschalteinrichtungen, haben die betroffenen Modelle einen Wertverlust auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu verzeichnen. Der Wert von Dieselfahrzeugen ist auch durch die eingerichteten Fahrverbotszonen in Großstädten gesunken. Durch Einschränkung der Mobilität verliert ein Wagen seinen Wert. Die oben beschriebenen Folgen werden den Wertverlust weiter vorantreiben.

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Bei Verweigerung des Updates: Zwangsstilllegung

Kommen Sie der Aufforderung zur verpflichtenden Nachrüstung nicht nach, kann Ihnen die Betriebserlaubnis entzogen werden.

Durch die illegale Abschalteinrichtung sind die Zulassungskriterien nicht gegeben. Das Kraftfahrt-Bundesamt informiert Sie zunächst über die verpflichtende Nachrüstung. Kommen Sie dem nach mehrfacher Fristsetzung nicht nach, erhalten Sie eine kostenpflichtige Stilllegungsanordnung.

Trotz dessen empfehlen wir, der Nachrüstung nicht nachzukommen.

Bei Zustimmung des Updates: Beweismittelverlust des Sachmangels

Die illegale Abschalteinrichtung ist Beweis für die deliktische Handlung Daimlers. Sie wurden als Mercedes-Fahrer arglistig getäuscht, indem Sie nicht über die Abschalteinrichtung informiert wurden. Deshalb können Sie eine Rückabwicklung des Kaufvertrags durch uns veranlassen.

Die Rechtsprechung geht davon aus, dass Sie den Kauf nicht getätigt hätten, wenn Sie von der Abschalteinrichtung gewusst hätten. Lassen Sie die Abschalteinrichtung durch das Update entfernen kann dies unter Umständen den Nachweis derselben erschweren

Probleme mit der Gewährleistung

Daimler gewährt zwar eine Garantie für Schäden die infolge des Updates auftreten. Den Ärger hat der Kunde aber trotzdem und das Problem, dass er kaum nachweisen kann, dass ein Schaden infolge des Updates aufgetreten ist.

In manchen Fällen wurden Schäden, die durch Abgas-Updates entstanden sind, kostenfrei beseitigt. In wieder anderen mussten die Betroffenen für die Reparatur selbst aufkommen. Mit dem Update verliert Ihr Motor nicht nur an Funktionalität. Sie setzen sich einem zusätzlichen Kostenrisiko aus.

Höhere Schadstoffemission und Versottung des Motors drohen

Gerade bei den Fahrzeugen mit Abgas-Rückführung (AGR) ist nach dem Update eine höhere Schadstoffemission nicht ausgeschlossen, vor allem von CO2. Generell hat dieses Abgasreinigungssystem einen Nachteil: Durch die Absenkung der Sauerstoffkonzentration im Zylinder wird Rußbildung begünstigt.

Das AGR-System befindet sich daher in einem chronischen Dilemma: Es wird entweder der Ausstoß von NOx oder Ruß begünstigt. Ziel des Systems ist es daher, eine angemessene Balance des Rußpartikel- / NOx-Tradeoffs herzustellen.

Wird die Abschalteinrichtung nun durch das Software-Update entfernt, ist die Abgasreinigung öfter aktiv. Dadurch wird die Rußbildung begünstigt. Und der Motor droht zu versotten. Dies zeigt das Grundproblem aller Software-Updates: Die vorhandene Hardware wurde nicht für die neue Software gebaut und entwickelt. In das Zusammenspiel von Fahrzeugmotor und Emissionskontrollsystem wird auf eine nicht vorgesehene Weise eingegriffen. Dies ist nicht möglich, ohne Nachteile in Kauf zu nehmen.

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Welche Modelle sind von der Mercedes Rückrufaktion betroffen?

Der Rückruf muss in zwei unterschiedliche Varianten unterteilt werden:

1. Der verpflichtende Rückruf: Im August 2018 hat das Kraftfahrt-Bundesamt festgestellt, dass in allen Mercedes-Fahrzeugen mit AdBlue-Abgasreinigung ein illegales Thermofenster verbaut ist. Daimler und das KBA haben sich auf den verpflichtenden Rückruf von ca. 280.000 Mercedes-Dieselfahrzeugen in Deutschland geeinigt. Die Abschalteinrichtung wird durch das Software-Update entfernt. Weigert sich der Fahrzeughalter, droht die Stilllegung. Das KBA ermittelt zudem immer noch, hat jüngst neue illegale Funktionen festgestellt. Mit weiteren Rückrufen ist also stets zu rechnen.

2. Der „freiwillige“ Rückruf: Ebenfalls im August 2018 beschlossen, wird der freiwillige Mercedes Rückruf im Rahmen einer Servicemaßnahme durchgeführt. Als Kunde erhalten Sie eine Benachrichtigung, mit der Bitte, den Wagen in die Werkstatt zu bringen. Hier droht zwar noch keine Zwangsstilllegung. Doch durch das jüngste Urteil des LG Stuttgart ist zu erwarten, dass diese Fahrzeuge nun auch verpflichtend umgerüstet werden müssen. Die Illegalität der Abschalteinrichtung ist nun gerichtlich festgestellt.

Die Modelle der verpflichtenden Mercedes Rückrufaktion

Die vom verpflichtenden Rückruf betroffenen Modelle unterliegen allesamt der Euro Abgasnorm 6. Zudem verfügen Sie über die AdBlue-Abgasreinigung.

Betroffene Modelle des freiwilligen Rückrufs

Eine offizielle Liste von Seiten Daimlers existiert noch nicht.
Durch das Stuttgarter Urteil lässt sich jedoch erschließen, dass alle Modelle mit einer Abgasrückführung betroffen sind. Nach dem momentanen Kenntnisstand wären das Modelle der Abgasnorm Euro 5 mit folgenden Motoren:

  • OM 642
  • OM 651
  • OM 622
  • OM 626

 
Im weiteren Verlauf ist zu erwarten, dass noch weitere Motorentypen und Modelle betroffen sein werden.

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Wie läuft der Rückruf ab?

Neben der wirtschaftlichen Benachteiligung kann der Mercedes Rückruf nervenaufreibend sein. Zahlreiche Mercedes-Fahrer haben sich über die Kundenunfreundlichkeit des Prozesses beschwert.
Wir erklären Ihnen, wie die unterschiedlichen Varianten des Rückrufs organisiert sind.

Ziel: Illegale Abschalteinrichtung beseitigen

Ziel der Maßnahme ist es, das illegale Thermofenster zu beseitigen.

Dadurch soll die Stickstoffemission reduziert werden.
Betroffen sind zwei unterschiedliche Abgassysteme: 
•    SCR-Verfahren (AdBlue-Lösung)
•    AGR-System (Rückführung)
Die Daimler-Ingenieure sind angewiesen, für beide Lösungen eine Software zu programmieren, die das illegale Thermofenster beseitigt. Allerdings unterscheiden sich die Thermofenster nicht nur zwischen den Abgasverfahren. Jedes einzelne Modell und jede Motorenart benötigen ein individuelles Update.

Daimler: Kein Unterschied feststellbar

Daimler beharrt darauf, dass für Autofahrer nach der Installation des Updates kein Unterschied feststellbar sei. Die Umrüstung basiert auf den „aktuellen Erkenntnissen aus der Entwicklung der neuen Dieselmotoren-Familie“.
Die Umrüstung sei Daimlers „Zukunftsplan für den Dieselmotor“. Leider häufen sich in den bekannten Foren schon jetzt die Beschwerden.

Wie die KBA Rückrufe ablaufen

Gehört Ihr Mercedes zu den 280.000 Fahrzeugen, die aktuell vom KBA-Rückruf betroffen sind, müssen Sie sich auf folgendes Prozedere einstellen.

1. Sie erhalten ein Schreiben vom Daimler
Sie erhalten ein Schreiben von Daimler, das Sie über den verpflichtenden Rückruf Ihres Mercedes informiert. Dabei werden Sie aufgefordert, innerhalb einer Frist einen Termin bei einer Daimler-Werkstatt zu vereinbaren. In den meisten Fällen umfasst diese Frist vier Wochen.

2. Sie reagieren nicht: Ihre Daten werden an das Kraftfahrt-Bundesamt weitergegeben

Kommen Sie der Aufforderung zur Nachrüstung nicht nach, wird Daimler Ihre Daten an das Kraftfahrt-Bundesamt weitergeben. Sie erhalten von der Behörde eine Frist von zwei Monaten zur Umrüstung des Fahrzeugs. Lassen Sie diese Frist abermals verstreichen, wird Ihre zuständige Zulassungsbehörde informiert.

3. Frist verstreicht: Zulassungsstelle wird informiert

Hat Ihre Zulassungsbehörde Ihre Daten erhalten, ordnet sie eine Stilllegung Ihres Fahrzeugs an. Die Strenge der Auslegung variiert jedoch regional. Erhalten Sie die Stilllegungsanordnung, ist diese Zustellung für Sie kostenpflichtig. Zudem wird Ihnen eine letzte einwöchige Frist gewährt. Danach wird Ihr Wagen zwangsstillgelegt.

Fazit: Wir bewahren Sie vor der Zwangsstilllegung

Sie möchten die kostenpflichtige Zwangsstilllegung vermeiden? Wir können helfen. Sind Sie vom Abgasskandal betroffen, können wir die Rückabwicklung Ihres Kaufvertrags veranlassen.
 

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So läuft der freiwillige Mercedes Rückruf

Der freiwillige Rückruf von Daimler ist nicht als solcher erkennbar. Kritiker unterstellen, dass der Automobilhersteller die Rückrufaktion als freiwillige Servicemaßnahme getarnt habe.

1. Benachrichtigung über die freiwillige Kundenmaßnahme

Sie werden von Daimler darüber informiert, dass Sie die Möglichkeit haben, eine kostenlose Servicemaßnahme in Anspruch nehmen zu können. Dazu werden Sie gebeten, einen Termin auszumachen. Über die illegale Abschalteinrichtung werden Sie nicht aufgeklärt.

2. Bei Verweigerung: Keine direkten Folgen

Wenn Sie die Servicemaßnahme nicht in Anspruch nehmen, haben Sie vorerst keine weiteren Folgen zu befürchten. Allerdings ist durch das Stuttgarter Urteil offiziell bekannt, dass Sie eine illegale Abschalteinrichtung in Ihrem Wagen verbaut haben. Langfristig kann es zum Entzug der Zulassung kommen.

3. Langfristige Folgen unabsehbar: Stilllegung oder Fahrverbot

Auch wenn momentan noch keine Folgen ersichtlich sind: Sie könnten langfristig betroffen sein. Wahrscheinlich wird sich der Pflichtrückruf ausweiten. Und künftig gerade die Fahrzeuge betreffen, die von der freiwilligen Service-Maßnahme betroffen sind. Da das LG Stuttgart bei diesen Fahrzeugen eine illegale Abschalteinrichtung festgestellt hat, ist dieses Szenario leider wahrscheinlich
 

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Wie Sie die Mercedes Rückrufaktion zu Ihrem Vorteil nutzen

Der Dieselskandal hat das Image der Automobilindustrie nachhaltig geschädigt. Als Mercedes-Fahrer fühlen Sie sich zurecht getäuscht. Wir werden Ihnen zeigen, wie Sie diese unglückliche Situation zu Ihrem Vorteil nutzen können. Wenn Sie Ihren Wagen zurückgeben oder eine Schadensersatzsumme erhalten möchten, werfen Sie einen Blick auf folgende drei Optionen.

1. Option: Rückabwicklung des Kaufvertrags

Ist in Ihrem Fahrzeug eine illegale Abschalteinrichtung verbaut, können wir für Sie eine Rückabwicklung des Kaufvertrags veranlassen. 
Dadurch können Sie den Wagen zurückgeben und erhalten den Kaufpreis rückerstattet. Unter Umständen wird vom Kaufpreis ein Nutzungsersatz abgezogen. 

Wir klagen gegen Daimler auf Schadensersatz und wenn möglich auf Rücktritt wegen Sachmangel. Möglich ist dies wegen der illegalen Abschalteinrichtung. Die Rechtsprechung geht davon aus, dass Sie den Wagen nie erworben hätten, wenn Sie um die Abschalteinrichtung gewusst hätten. 

Selbst wenn ein Nutzungsersatz vom Kaufpreis abgezogen wird, entsteht für Sie ein wirtschaftlicher Vorteil. Der Nutzungsersatz ist in der Regel deutlich geringer als der Wertverlust, den Ihr Fahrzeug erfahren hat. 

Haben Sie einen Neuwagen bei Daimler erworben? Ihre Alternative

Ihr Mercedes bedeutet Ihnen viel und Sie möchten ihn nicht missen? Haben Sie einen Neuwagen bei Daimler erworben, können wir die Lieferung eines gleichwertigen Neuwagenmodells erwirken. Wir stellen den Kaufvertrag aufgrund der illegalen Abschalteinrichtung infrage. Daimler erhält die Chance zur Nacherfüllung durch Neulieferung eines vergleichbaren Fahrzeugs. Diesmal ohne Abschalteinrichtung.

 

2. Option: Weiterfahren und Vergleichssumme auszahlen lassen

Verständlicherweise kann es auch Ihr Wunsch sein, Ihren Mercedes zu behalten. Sind Sie jedoch vom Dieselskandal betroffen, müssen Sie mit Einschränkungen rechnen.

Etwa:

• Mobilitätseinschränkungen: Sie könnten von einem der Fahrverbote deutscher Großstädte betroffen sein.
• Wertverlust: Durch die illegale Abschalteinrichtung sowie das Software-Update und die unvorhersehbaren Folgen vermindert sich der Wiederverkaufswert Ihres Fahrzeugs.
• Weitere drohende Belastungen: Es ist nicht absehbar, welche künftigen Folgen auf betroffene Fahrzeugfahrer zukommen.
So können vom freiwilligen Mercedes-Rückruf betroffene Fahrzeuge bald dazu verpflichtet werden, das Software-Update aufspielen zu lassen.

Kommt die erste Option für Sie nicht in Frage und möchten Sie dennoch Ihr Fahrzeug weiterfahren, klagen wir ebenfalls für Sie auf Schadensersatz gegen Daimler. Diesmal mit dem Ziel einen Vergleich zu schließen: Sie behalten Ihr Fahrzeug und lassen sich für die oben genannten Einschränkungen eine Ausgleichssumme auszahlen. 

3. Option: Wagen zurück und Finanzierung widerrufen

Diese Option ist als sogenannter Widerrufs-Joker bekannt.

Dabei muss sich keine illegale Abschalteinrichtung in Ihrem Fahrzeug befinden. Haben Sie Ihren Wagen finanziert, könnte diese Option in Frage kommen.

Allerdings muss der Darlehensvertrag vom Händler mit angeboten worden sein. Haben Sie den Kredit direkt beim Kauf über den Händler abgeschlossen, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditvertrag fehlerhaft ist.

Hat der Vertrag den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprochen, etwa weil Widerrufsinformationen gefehlt haben, ist die Widerrufsfrist nie erloschen. Da der Kaufvertrag und der Kreditvertrag als wirtschaftliche Einheit betrachtet werden, sind bei einem Widerruf beide hinfällig.

Sie geben den Wagen zurück. Im Gegenzug erhalten Sie jedoch alle gezahlten Raten und Anzahlungen zurück. Wurde Ihr Kauf- und Finanzierungsvertrag vor dem 13. Juni 2014 abgeschlossen, müssen Sie keinen Ersatz für den Wertverlust zahlen, der durch die Nutzung des Fahrzeugs Ihrerseits entstanden ist.

 

Wir klären die Kostenfrage für Sie

Sie möchten hohe Rechtskosten vermeiden? Wir helfen Ihnen bei der Kostenfrage. In der Regel übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Prozesskosten. Bei erfolgreicher Klage muss Daimler diese ohnehin übernehmen. Wir prüfen für Sie kostenlos die Zuständigkeit Ihrer Versicherung. Oder geben Ihnen einen Ausblick auf entstehende Kosten.

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Ist mein Mercedes Diesel betroffen?

Ihr Mercedes-Fahrzeug ist mit Sicherheit betroffen, wenn Sie einen Diesel der Euro Abgasnorm 6b fahren. Eine Liste der Fahrzeuge des betroffenen Rückrufs finden Sie hier. Wenn Sie wissen wollen, ob Sie vom Abgasskandal betroffen sind und ob ein verpflichtender Rückruf auf Sie zukommt, nutzten Sie unseren kostenlosen Betroffenheitscheck./p>

Welche Motoren sind vom Mercedes Rückruf betroffen?

Betroffen sind hauptsächlich Mercedes Fahrzeuge mit den folgenden Motortypen:

OM 642

OM 651

OM 622

OM 626

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Das Recht auf der Seite der Mercedesfahrer

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