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Mercedes freiwillige Kundendienstmaßnahme - Warnung vor der 100 Euro Software-Update Falle

 

Seit 2017 bietet Daimler eine freiwillige Kundendienstmaßnahme für Mercedes Diesel an. Diese umfasst europaweit drei Millionen Fahrzeuge, davon eine Million in Deutschland. Bereits seit März 2017 konnten betroffene Kunden bestimmte Modelle der Kompaktklasse (A, B, CLA und GLA) in die Werkstatt bringen, wobei eine Verbesserung des NOx-Emissionsverhaltens erreicht werden sollte. Auch ein Software-Update für die V-Klasse war seitdem erhältlich. Kurz vor dem Nationalen Forum Diesel im Sommer 2017 kündigte Daimler dann an, die freiwillige Kundendienstmaßnahme auf drei Millionen Mercedes Diesel auszuweiten.

 

Es gibt keine offiziellen Angaben, welche Mercedes Fahrzeuge Teil der freiwilligen Kundendienstmaßnahme sind, es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass es nahezu alle Euro 5 und Euro 6 Diesel von Mercedes betrifft. Betroffene Autofahrer erhalten Post von Daimler.

Inzwischen bietet Mercedes allen Fahrern, die das Software-Update aufspielen lassen, einen 100,- Euro Gutschein an. HAHN Rechtsanwälte warnt Kunden davor, in diese Falle zu tappen. Denn Mercedes will damit nur erreichen, möglichst wenigen Haltern mitteilen zu müssen, dass ihr Fahrzeug über eine unzulässige Abschalteinrichtung verfügt.

Freiwillige Kundendienstmaßnahme von Mercedes eine Falle?

Seit 2017 bietet Daimler eine freiwillige Kundendienstmaßnahme für Mercedes Diesel an. Nun werden Kunden mit einem 100,- Euro Gutschein gelockt, wenn sie das Software-Update aufspielen lassen. Doch die freiwillige Kundendienstmaßnahme von Mercedes ist eine Falle. Sie wird genutzt, um Kunden nicht sagen zu müssen, dass ihr Diesel über eine unzulässige Abschalteinrichtung verfügt.

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Das Recht auf der Seite der Mercedesfahrer

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Kundendienstmaßnahme von Mercedes

100 Euro Falle

Wenn Ihr Fahrzeug von der freiwilligen Kundendienstmaßnahme von Mercedes betroffen ist, bekommen Sie Post von Daimler. Darin werden Sie informiert, dass in Abstimmung mit den Behörden und im Rahmen einer freiwilligen Kundendienstmaßnahme die Software der Motorsteuerung Ihres Fahrzeugs aktualisiert werden soll. Daimler selbst behauptet, dass mit dem Software-Update das NOx-Emissionsverhalten der Fahrzeuge durchschnittlich um 25 bis 30 Prozent verbessert werden kann. Die Durchführung der freiwilligen Kundendienstmaßnahme bei Mercedes dauert etwa eine Stunde und ist kostenlos. Kunden werden in dem Brief gebeten, einen Termin in ihrer Werkstatt zu vereinbaren. Dabei muss es sich jedoch um einen Service-Partner von Mercedes handeln.

Probleme nach Durchführung der freiwilligen Kundendienstmaßnahme von Mercedes

Daimler selbst schreibt in dem Brief, wie komplex die Motorsteuerung ist und dass sich eine veränderte Software auf viele Parameter auswirken kann. Dennoch sind sie überzeugt, eine Lösung gefunden zu haben und gewährleisten, dass sich nach dem Update weder der Kraftstoffverbrauch, noch der CO2-Ausstoß ändern wird. Auch soll es keine Auswirkungen auf die Dauerhaltbarkeit des Fahrzeugs, die Geräuschemissionen, die Motorleistung oder das Drehmoment haben.

Kunden, die an der freiwilligen Kundendienstmaßnahme von Mercedes teilgenommen haben berichten jedoch teilweise von negativen Erfahrungen. So berichten einige Kunden in einschlägigen Foren von einem erhöhten Sprit- und vor allem einem erhöhten AdBlue-Verbrauch. Andere erzählen von einer Versottung des Motors oder von einer nachlassenden Leistung. Mercedes bietet an, bis zu 24 Monate nach Durchführung des Updates eine kostenlose Reparatur vorzunehmen, wenn ein Teil des Abgasrückführungssystems aufgrund des Updates kaputt geht. Doch wie sollen die Kunden nachweisen, dass das Update der Grund für das kaputte Bauteil ist?

Die Skandale um die freiwillige Kundendienstmaßnahme bei Mercedes

Mercedes steht im Abgasskandal immer mehr unter Druck. Nun haben zwei Skandale rund um die freiwillige Kundendienstmaßnahme diesen Druck noch verstärkt. Zum einen gibt es Berichte von Kunden, die ihr Fahrzeug aufgrund einer Reparatur in die Werkstatt gebracht haben und dabei explizit untersagt haben, das Software-Update aufzuspielen. Bei der Abholung des Fahrzeugs mussten sie dann feststellen, dass die Werkstatt ihnen trotzdem, entgegen ihrer eindeutigen Anweisung, das Update aufgespielt hat. Es scheint, dass zu wenige Kunden der Aufforderung nachkommen und die freiwillige Kundendienstmaßnahme von zu wenigen angenommen wird. Mercedes nutzt somit jede Möglichkeit, das Update so vielen Kunden wie möglich unterzujubeln, notfalls auch gegen deren Wunsch.

Nun hat sich offenbar auch das Kraftfahrt-Bundesamt eingeschaltet. War es zunächst bereit, eine freiwillige Kundendienstmaßnahme bei Mercedes zu akzeptieren, werden jetzt nach und nach immer mehr Kunden angeschrieben, dass zumindest bei einigen Modellen nun ein Pflichtrückruf, angeordnet durch das KBA, daraus geworden ist. Teilweise bekommen Kunden nur wenige Wochen nach der Einladung zur freiwilligen Kundendienstmaßnahme von Mercedes erneut Post mit dem Hinweis, dass sie nun keine Wahl mehr haben und die Aktualisierung der Motorsteuerung in ihrem Diesel nun Pflicht ist. Potentiell sind nun also drei Millionen Fahrzeuge europaweit und eine Million alleine in Deutschland von einem Pflichtrückruf bei Mercedes betroffen. Weder Daimler, noch das KBA machen diese neuen Pflichtrückrufe jedoch öffentlich. In der Öffentlichkeit soll es nach wie vor so aussehen, als ob es sich noch immer nur um eine freiwillige Kundendienstmaßnahme handelt. Wie so oft im Abgasskandal schlägt sich die Politik auf die Seite der Autohersteller.

Für betroffene Kunden gilt nun: Wenn Sie per Post informiert wurden, dass Ihr Fahrzeug nun Teil eines Pflichtrückrufs ist, haben Sie keine Wahl mehr – Sie müssen das Software-Update auf Ihren Diesel aufspielen lassen. Denn wenn Sie dem Aufruf nicht nachkommen, müssen Sie mit einer Zwangsstilllegung Ihres Wagens rechnen. Spätestens beim nächsten TÜV wird Ihnen voraussichtlich die Plakette verweigert werden.

Der neueste Streich von Mercedes: Das Unternehmen bietet Kunden einen Gutschein über 100,- Euro an, wenn sie das Software-Update im Rahmen der freiwilligen Kundendienstmaßnahme aufspielen lassen. Die Verzweiflung bei Mercedes und der Druck auf den Autobauer wird scheinbar immer größer.

Was Sie tun können

Doch Mercedes Kunden sind der „noch“ freiwilligen Kundendienstmaßnahme nicht schutzlos ausgeliefert. Sofern Sie tatsächlich die Wahl haben, raten wir Ihnen davon ab, das Software-Update aufspielen zu lassen. Die langfristigen Folgen sind einfach zu unsicher. Wenn Sie Post von Mercedes bekommen und gebeten werden, einen Werkstatttermin auszumachen – egal, ob im Zuge eines Pflichtrückrufs oder der freiwilligen Kundendienstmaßnahme – dann kontaktieren Sie uns. Wir bieten Ihnen eine kostenlose Überprüfung Ihrer Betroffenheit an.

Wir sagen Ihnen, ob Sie Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen können. Das ist immer dann der Fall, wenn sich in Ihrem Fahrzeug eine illegale Abschalteinrichtung befindet, wie zum Beispiel das Thermofenster oder die Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung. Dies gilt grundsätzlich für alle Fahrzeuge, die Teil eines Pflichtrückrufs waren. Es haben aber auch schon Gerichte Schadensersatz zugesprochen bei Mercedes Fahrzeugen, die bisher nur Teil der freiwilligen Kundendienstmaßnahme waren. Auch hier besteht also die Möglichkeit, Schadensersatz zu bekommen. Das heißt, Sie geben Ihren Mercedes zurück und bekommen den Kaufpreis erstattet. Unserer Rechtsauffassung nach darf Ihnen zudem keine Nutzungsentschädigung abgezogen werden.

Als Alternative bietet sich für Kunden, die ihren Mercedes finanziert haben, oftmals der Widerruf des Autokredits an. Auch in diesem Fall geben Sie das Fahrzeug zurück und erhalten Ihre Zahlungen erstattet.

Lassen Sie sich nicht von der freiwilligen Kundendienstmaßnahme von Mercedes täuschen oder vom 100,- Euro Gutschein locken – wehren Sie sich im Abgasskandal gegen die Hersteller!

Das sagen die Anwälte zur freiwilligen Kundendienstmaßnahme von Mercedes

Die Daimler AG hat in den letzten Monaten zahllose Schreiben an ihre Kunden gesendet und diese zum Software-Update aufgefordert.

Dort steht u.a. regelmäßig: „Freiwillige Kundendienstmaßnahme – Software-Update für Ihren Dieselmotor“. Was sich zunächst harmlos anhört, dürfte aber im Regelfall einen sehr ernsten Hintergrund haben: den Einbau einer unzulässigen Abschalteinrichtung.

Daimler versucht so nach Ansicht von HAHN Rechtsanwälte den Kunden eine Falle zu stellen: wird das freiwillige Update durchgeführt, erhält der Kunde keine Information mehr darüber, dass er einen „Schummeldiesel“ hat.

Ein Beispiel: einer unserer Mandanten hatte im März 2019 ein Schreiben von Daimler erhalten. Dort heißt es vermeintlich unschuldig:

„Freiwillige Kundendienstmaßnahme-Software-Update für Ihren Dieselmotor. Sehr geehrter Herr …, mit dem Kauf Ihres Mercedes-Benz haben Sie uns Ihr Vertrauen entgegengebracht. Dafür bedanken wir uns. In Abstimmung mit den Behörden werden wir im Rahmen einer freiwilligen Kundendienstmaßnahme die Software des Motorsteuergerätes von Dieselfahrzeugen der Abgasnorm Euro 5 aktualisieren. Dieses Software-Update für Ihr Fahrzeug liegt nun vor und kann aufgespielt werden. … Das Kraftfahrt-Bundesamt hat uns auf dieser Basis die erforderliche Genehmigung für das Software-Update Ihres Fahrzeugs erteilt.“

Von einer unzulässigen Abschalteinrichtung bzw. Motorsteuerung war im gesamten Schreiben keine Rede. Unser Mandant führte das Update daraufhin nicht durch.

Mit Schreiben aus August 2019 dann der Offenbarungseid:

„Sehr geehrter Herr …, es freut uns sehr, dass Sie uns mit dem Kauf Ihres Mercedes-Benz Ihr Vertrauen entgegengebracht haben. Vor einigen Wochen haben wir Sie über die anstehende Aktualisierung der Software des Motorsteuergerätes von Dieselfahrzeugen der Abgasnorm Euro 5 informiert und Sie darum gebeten einen Termin zur Durchführung der freiwilligen Kundendienstmaßnahme mit Ihrem Servicepartner zu vereinbaren.

Auf Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamts werden wir diese Maßnahme nun im Rahmen eines verpflichtenden Rückrufs durchführen. Das Software-Update für Ihr Fahrzeug liegt vor und kann aufgespielt werden. Der offizielle Bescheid zu diesem Rückruf sieht vor, dass Daimler damit spezifische Kalibrierungen der Motorsteuerung verändert, die das Kraftfahrt-Bundesamt als unzulässig einstuft.“ (Hervorhebung durch uns)

Selbst in diesem Schreiben ist die faktisch vorhandene unzulässige Abschalteinrichtung und damit illegale Software-Manipulation noch beschönigend damit beschrieben, dass „spezifische Kalibrierungen der Motorsteuerung vom Kraftfahrt-Bundesamt als unzulässig eingestuft werden“.

Erstaunlich ist dabei, dass offensichtlich sowohl Daimler als auch das Kraftfahrt-Bundesamt in diesem Fall von vornherein wussten, dass in dem betroffenen Fahrzeug eine unzulässige Abschalteinrichtung vorhanden war, im ersten Schreiben davon aber nichts mitteilten. Für HAHN Rechtsanwälte sind diese Schreiben weitere Indizien dafür, dass Daimler hofft, mit „freiwilligen Kundendienstmaßnahmen“, vom Kraftfahrt-Bundesamt gedeckt, die eigenen Manipulationen unter den Teppich zu kehren.

Faktisch dürften sich also freiwillige Kundendienstmaßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt regelmäßig zu verpflichtenden Software-Updates umwandeln.

Vor diesem Hintergrund kann nur noch einmal dringend davon abgeraten werden, ein freiwilliges Software-Update aufspielen zu lassen!

Hinzu kommt, dass zahlreiche Kunden uns davon berichtet haben, dass Ihr Wagen nach einem solchen Update z.B. mehr Sprit verbraucht, weniger Leistung hat, einen lauteren Motor, Schaltprobleme aufgetreten sind und sogar von Motorproblemen berichtet wird.

Außerdem haben Kunden davon berichtet, dass das Update bei Inspektionen bei Daimler Händlern einfach ohne zu fragen oder sogar gegen den ausdrücklichen Willen der Kunden aufgespielt worden ist.

All diese Umstände erklären aus Sicht von HAHN Rechtsanwälte auch, warum Daimler nun versucht die Kunden mit 100,- EUR Gutscheinen zur Durchführung des Updates zu locken.

HAHN Rechtsanwälte raten also ausdrücklich: führen Sie kein Update durch, sondern klagen Sie gegen Daimler wegen „Dieselmanipulation“.

HAHN Rechtsanwälte vertritt im Rahmen des Abgasskandals bundesweit mehr als 5.000 Betroffene. Zahlreiche Schadensersatzklagen aufgrund von illegalen Abschalteinrichtungen in Dieselfahrzeugen konnten bereits gewonnen werden. Die Kläger erhalten dabei den Kaufpreis erstattet und geben das manipulierte Fahrzeug an den Hersteller zurück.

Freiwillige Kundendienstmaßnahme bei Mercedes

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