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Diesel-Update: Mercedes Benz stoppt Auslieferung

25.06.
2018

Mercedes Benz stoppt Auslieferung

Bremen, 25. Juni 2018
Mercedes–Händler dürfen vorerst keine Dieselmodelle mit der Abgasnorm 6b ausliefern. Dies hat der Autobauer untersagt. Betroffen sind wohl vor allem Vier- und auch Sechs-Zylinder-Motoren der A-, B- und C-Klasse.

Nach übereinstimmenden Medienberichten hat Daimler die Auslieferung verschiedener Diesel-Modelle gestoppt. Laut eines Konzernsprechers betrifft das in Deutschland einige hundert Fahrzeuge. Die Funke Mediengruppe informiert, es handele sich um Fahrzeuge der A-, B- und C-Klasse mit Vier-Zylinder-Motoren, die bis Ende Mai gebaut wurden. Sie beruft sich auf eine interne Mitteilung von Daimler an seine Händler. Für Kunden heißt das: Ihr Wagen ist zwar fertig, auf die Straße kann er aber noch nicht.

Hintergrund für den Auslieferungsstopp laut Daimler: Der Autobauer hat einen Rückruf für Fahrzeuge mit Diesel-Motor der Abgasnorm 6b angekündigt. Bevor die vom Auslieferungsstopp betroffenen Fahrzeuge nun an die Kunden gehen, soll zuerst die Software aktualisiert werden. Dabei soll es um ein 1,6 Liter Modell der C-Klasse mit Vier-Zylinder-Diesel gehen. Außerdem müssen Kunden auf Modelle mit der Motortypbezeichnung OM 651 warten. Er ist in der A- und B-Klasse sowie in den Modellen CLA, GLA und GLE verbaut. Auch ein Sechs-Zylinder-Diesel in Wagen der G-Klasse bleibt vorerst beim Hersteller. Daimler will alle betroffenen Kunden zeitnah informieren.  

Wann Kunden ihren Mercedes bekommen, ist unklar

Mit dem Lieferstopp schreibt Daimler seinen Teil im Abgasskandal fort. Das Kraftfahrtbundesamt und der Bundesverkehrsminister werfen dem Stuttgarter Autobauer vor, bei der Abgasreinigung einiger Dieselmotoren zu manipulieren. Nur durch diese Tricks sollen die betroffenen Mercedes auf dem Prüfstand Abgastests bestehen. Im Normalbetrieb stoßen sie jedoch mehr gesundheitsgefährdende Stickoxide aus als erlaubt. Angeordnet wurde bisher der Rückruf von etwa 240.000 Mercedes-Fahrzeugen in Deutschland quer durch das Diesel-Modellangebot. Weltweit sollen etwa 770.000 Wagen betroffen sein. Das betrifft bereits zugelassene Fahrzeuge.

Laut Funke-Mediengruppe erfolgt der aktuelle Auslieferungsstopp „in Erwartung eines potentiellen Rückrufs“. Wann Daimler-Kunden ihre Schlüssel bekommen, ist noch unklar.

HAHN Rechtsanwälte bietet allen Betroffenen des Dieselskandals eine kostenlose Erstberatung.

 

 

 

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