Mercedes Abgasskandal - Betroffene Motoren im Dieselskandal

Im Diesel-Skandal um Diesel-Pkw von Mercedes-Benz sind Millionen von Fahrzeugen betroffen. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat bereits für über eine Million Diesel Fahrzeuge einen verpflichtenden Rückruf ausgesprochen, davon in Deutschland alleine über 600.000. In allen wurde eine illegale Abschalteinrichtung nachgewiesen, die durch ein Software-Update entfernt werden soll. Zwei Millionen weitere Mercedes Diesel sind von einer freiwilligen Kundendienstmaßnahme betroffen. Auch sie sollen ein Update bekommen.

Immer mehr Rückrufe werden bekannt, so dass sich der Mercedes Dieselskandal auch auf immer mehr Diesel-Motoren ausweitet. Galten zunächst die Motoren OM 642 und OM 651 als betroffen, kam nach dem OM 622 und dem OM 626 zuletzt (Im Sommer 2020) auch noch der OM 640 hinzu.

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Der Motor OM651

Ähnlich wie der EA189 im VW-Abgasskandal ist der Motor OM 651 wohl der bekannteste im Mercedes Abgasskandal. Er wurde sowohl in Fahrzeugen mit der Abgasnorm Euro 5 als auch in solchen mit der Abgasnorm Euro 6 verbaut und zwar in zahlreichen Mercedes Modellen. Zunächst fiel der OM 651 im Zuge des ersten großen Rückrufs durch das KBA auf, der weltweit 700.000 Mercedes Diesel mit der Abgasnorm Euro 6b betraf. Doch auch die zweite große Rückrufwelle die sich auf betroffene Modelle mit der Abgasnorm Euro 5 bezieht, umfasst zum größten Teil Mercedes Fahrzeuge mit dem OM 651 Motor. Bei den im Rahmen eines verpflichtenden Rückrufs betroffenen Euro 5 Fahrzeugen liegt die Wurzel des Problems bei der Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung. Dabei handelt es sich um eine illegale Abschalteinrichtung, wie es nicht nur das Kraftfahrt-Bundesamt, sondern auch immer mehr Gerichte bestätigen. Aufgrund dieser unzulässigen Abschalteinrichtung haben bereits zahlreiche Mercedes Fahrer Schadensersatz zugesprochen bekommen. Dabei geht das manipulierte Fahrzeug an die Daimler AG zurück und der Mercedes-Kunde bekommt den Kaufpreis (abzüglich einer Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer) erstattet.

Zu den hier betroffenen Fahrzeugen gehören beispielsweise die C-Klasse, E-Klasse, S-Klasse, der Mercedes GLK und die V-Klasse.

Mercedes Diesel mit dem Motor OM 651, die bereits verpflichtend zurückgerufen worden sind:

Euro 5

  • Sprinter
  • Vito
  • Viano
  • GLK 200 CDI, GLK 220 CDI, GLK 220 CDI 4MATIC
  • E 250 CDI 4MATIC
  • C-Klasse
  • E-Klasse
  • S-Klasse

Euro 6

  • V-Klasse
  • Vito, Vito Tourer, Marco Polo
  • Sprinter
  • GLK 220 BlueTEC 4MATIC, GLK 250 BlueTEC 4MATIC
  • GLC 220d 4MATIC, GLC 250d 4MATIC
  • GLE 250d, GLE 250d 4MATIC
  • C 300 BlueTEC Hybrid, C 300 h, S 300 BlueTEC Hybrid, S 300 h, C 300 Hybrid
  • SLC 250d
  • ML 250 BlueTEC 4MATIC
  • SLK 250d

Der Motor OM642

Auch der OM 642 war von Anfang an in den Mercedes Abgasskandal involviert. Denn auch Modelle mit diesem Motor waren Teil des ersten großen Pflichtrückrufs, der alleine in Deutschland 280.000 Mercedes Diesel mit der Abgasnorm Euro 6b betraf. Durch ein Software-Update sollte die unzulässige Abschalteinrichtung entfernt werden. Doch inwiefern das funktioniert ist fraglich. Denn zum einen zeigen verschiedene Tests, dass auch Fahrzeuge mit Software-Update nach wie vor viel zu viel Stickoxid ausstoßen. Zum anderen berichten Fahrer nach dem Update von Problemen, wie einem erhöhten AdBlue- und Spritverbrauch, sowie einer nachlassenden Motorleistung. Ganz unabhängig davon, ob das Update durchgeführt wurde oder nicht, wurde die Daimler AG auch beim Motor OM 642 schon vielfach zu Schadensersatz verurteilt.

Zu den Modellen, die mit diesem Motor ausgestattet und vom Mercedes Dieselskandal betroffen sind, gehören unter anderem die G-Klasse, der ML und die S-Klasse.

Euro 6

  • GLE 350d 4MATIC
  • S 350 BlueTEC, S 350 d, S 350 BlueTEC 4MATIC, S 350 d 4MATIC
  • CLA 350d 4MATIC
  • ML 350 BlueTEC 4MATIC
  • G 350d
  • GLS 350d 4MATIC
  • GL 350 BlueTEC 4MATIC

Der Motor OM622

Der Motor OM 622 wurde in Vans des Daimler Konzerns verbaut und ist in diesem Zusammenhang auch vom Diesel-Abgasskandal betroffen, denn auch Vans mussten umfangreich zurückgerufen werden. Betroffen sind hierbei die Mercedes-Modelle Vito, Vito Tourer und Marco Polo, von denen insgesamt etwa 5.000 Fahrzeuge in die Werkstatt müssen. Das KBA hat auch hier ganz klar die Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung festgestellt, weshalb betroffene Halter einen Anspruch auf Schadensersatz haben. Dabei geben sie das Auto an die Daimler AG zurück und erhalten im Gegenzug den Kaufpreis (abzüglich einer Nutzungsentschädigung) erstattet.

Euro 6

  • Vito, Vito Tourer, Marco Polo

Der Motor OM626

Ebenso wie der OM 622 war auch der OM 626 in den ersten großen Pflichtrückruf von Mercedes Dieseln verstrickt. Dabei ging es um bestimmte Modelle der C-Klasse, die über diesen Motor, sowie die Abgasnorm Euro 6b verfügen. Über 10.000 Fahrzeuge waren alleine in Deutschland hiervon betroffen und mussten das umstrittene Software-Update bekommen.

Euro 6

  • C 180 BlueTEC, C 180d, C 200 BlueTEC, C 200d

Der Motor OM640

Der Rückruf für Fahrzeuge mit dem Motor OM 640 war eine Überraschung im Mercedes Abgasskandal. Denn dieser Rückruf wurde erst im Sommer 2020 veröffentlicht. Es kam also auch Jahre nach Beginn des Skandals noch ein neuer Motor hinzu. Dieser Motor wurde zwischen 2004 und 2012 in Modellen der A-Klasse und B-Klasse eingebaut. Somit kamen im Diesel-Abgasskandal auch neue betroffene Modelle hinzu, denn die A- und B-Klasse waren bisher ebenfalls nicht betroffen. Dafür nun umso stärker, denn gut 30.000 Fahrzeuge sollen in die Werkstatt. Sie alle haben die Abgasnorm Euro 5. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat auch hier eine unzulässige Abschalteinrichtung ausgemacht. Stein des Anstoßens dürfte auch hier die Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung sein, die schon für so viele betroffene Fahrzeuge im Mercedes Abgasskandal gesorgt hat.

Euro 5

  • A-Klasse
  • B-Klasse

Anspruch auf Schadensersatz gegen die Daimler AG

Haben Sie einen der betroffenen Mercedes Diesel gekauft, in dem eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut wurde, dann haben Sie gegenüber der Daimler AG einen Anspruch auf Schadensersatz. Bei einer erfolgreichen Schadensersatzklage geben Sie Ihren Mercedes-Benz an die Daimler AG zurück. Diese muss Ihnen im Gegenzug den Kaufpreis erstatten. Lediglich eine Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer müssen Sie sich anrechnen lassen. Diese liegt aber in der Regel unter dem Wertverlust, den Diesel im Zuge des Abgasskandals erlangt haben. So ergibt sich für Sie in aller Regel ein klarer Vorteil gegenüber dem Verkauf des Mercedes-Benz auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

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