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Mercedes Diesel Update wirkungslos?

Etwa 1,2 Millionen Mercedes Diesel müssen inzwischen zwangsweise das Software-Update bekommen, da sie von einem Pflichtrückruf betroffen sind. Weitere etwa 1,8 Millionen Autos sollen das Update im Rahmen einer freiwilligen Kundendienstmaßnahme bekommen. Bei unzähligen Fahrzeugen wurde das Update dabei bereits aufgespielt – doch bringt es überhaupt etwas?

Emissions Analytics, eine unabhängige Firma mit Sitz in England, die unter anderem den Schadstoffausstoß von Fahrzeugen im tatsächlichen Betrieb auf der Straße misst, hat festgestellt: Mercedes Diesel stoßen mit dem Software-Update sogar mehr Stickoxide aus, als ohne. Getestet wurde ein Mercedes C220 CDI mit der Abgasnorm Euro 5. Der Grenzwert für diese Schadstoffklasse liegt bei 180 Milligramm Stickoxid pro Kilometer. Vor dem Update maßen die Tester einen Ausstoß von 715 Milligramm, also deutlich zu viel. Daimler selbst gibt an, dass das Software-Update die Stickoxid-Emissionen im Durchschnitt um 25 bis 30 Prozent im normalen Fahrbetrieb senkt. Ergebnis von Emissions Analytics: mit dem Software-Update stieß der Mercedes sogar 792 Milligramm Stickoxid pro Kilometer aus. Ein Anstieg um 11%! Unglaubwürdig macht sich durch dieses Ergebnis auch das Kraftfahrt-Bundesamt, dass diese Software-Updates freigegeben hatte. Unter anderem hatte es für das getestete Fahrzeug eine Reduzierung von 38% angegeben. Eine Zahl, die im kompletten Widerspruch steht zu den nun bekannt gewordenen Testergebnissen.

Das Politmagazin Frontal 21 hatte in seiner Sendung vom 21.01.2020 darüber berichtet und dabei auch deutlich gemacht, dass die Teste vor und nach dem Update so identisch wie möglich gehandhabt wurden. Unter anderem fuhr der gleiche Fahrer die gleiche Strecke. Auch die Temperatur war mit 12 Grad identisch.

© HAHN Rechtsanwälte 2019